Mit 14 hat mein Vater mich zum Kampfsport geschickt. Nicht, weil ich „irgendwas ausprobieren“ sollte, sondern weil er wollte, dass ich Disziplin lerne, stärker werde und mich behaupten kann. Der Deal war klar: sechs Monate durchziehen und erst danach entscheide ich mich für eine Richtung. In dieser Zeit habe ich Taekwondo, Boxen und Ringen trainiert.
Nach sechs Monaten war für mich alles entschieden: Ringen. Warum? Weil ich dort schon früh kämpfen durfte und ich gemerkt habe, dass genau das mein Ding ist: Körperkontrolle, Technik, Mentalität. Ich habe dann sieben Jahre im Verein gerungen bis ich 21 war. In meiner Jugend war ich auf den Matten unterwegs, so oft es ging: Hansa-Pokal, Hamburger Meisterschaften, norddeutsche Turniere. Damals gab es weniger Turniere als heute, dafür war der Ligabetrieb umso wichtiger. Alle drei bis vier Wochen ging es am Wochenende gegen andere Teams – gegen Kiel, Lübeck und viele Hamburger Mannschaften. Das war Schule fürs Leben: Druck aushalten, Verantwortung übernehmen, trotzdem sauber bleiben.
Mit 21 kam der nächste Schritt: Grappling. Ich bin zur Nexus Fighters Academy gegangen. Ich habe wieder richtig Wettkampfluft geschnuppert und war auf vielen Turnieren, unter anderem Grappling Industries in Berlin und Events in Holland. Ich habe Gi und No-Gi gekämpft und mir mein Blau erarbeitet.